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RasPiCar vs Tablet vs 2Din Radio
#1
Abend,
Ich hab mir mein erstes Auto (mitsubishi Colt) gegönnt, als Spaß Fahrzeug in einem super Zustand für 98bj. Ich möchte wie früher ein wenig daran basteln und überlege einen CarPc einzubauen  

Jetzt frag ich mich ob S sinnvoll ist oder einfach nur eine Bastelei mehr  


Ein fertiger 2 Din Radio mit Navi  rückfahrkamera und BT kostet auch nicht mehr die Welt. 

Ein tablet verbauen ist nicht schwer und läuft mit Android und per Tasker könnte man das wichtigste automatisch ausführen  

Warum also Raspberry verbauen, habt ihr irgend welche Projekte die so cool sind das sich der mehr Aufwand auszahlt ???? 

Bitte um Anregungen 


Lg
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#2
Morgen!

Bei dem DoppelDIN Radios gibt es ein Riesen Qualitätsproblem. Erst in der gehobenen Preisregion wird man glücklich.
Die günstigen Android Radios sind langsam, sehen meisst nicht gut aus und quittieren nach spätestens nach 2 Jahren den Dienst. Das ist meine Erfahrung....

Das Tablet ist ansich als Carpc schon eine nette Sache, aber ist irgendwie nichts halbes und nichts ganzes....
- FM Radio wird zB schon schwierig
- Zündung Steuerung ist nicht möglich
- Externe Geräte oder sonstiges lassen sich nicht richtig schalten
- Externe Speicher können ebenfalls problematisch werden
- Sonstiger Luxus wie Rückfahrkamera usw. Geht nicht (??)


Aber ein Raspi Carpc ist auch nicht out-of-the-box. Hier ist eher der Weg das Ziel.
Und wenn man damit umgehen kann, dann erschließen sich damit wirklich ungeahnte Möglichkeiten vorallem zu einem guten Preisleistungsverhältnis.

Wer keine Ahnung von PC und Elektronik hat wird mit dem Doppel DIN Radio glücklich.
Wer einen schnellen günstigen Carpc haben will ist mit der Tablet Version gut aufgehoben.
Wer einen Carpc bauen will und damit auch was lernen und basteln will ist mit den Einplatinen Computer wie Raspberry pi auf dem besten Weg.
Wer komplett über das Ziel hinaus schießen will baut eine X86 Maschine ins Auto.

Das ist meine Meinung....

P.S. Wenn du einen Carpc willst mit Android, dann ist der Raspberry pi die schlechteste Wahl. Leider gibt es keine Android Distribution die auf den Pi läuft.
Hier musst du auf einen Ordroid zurückgreifen.
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#3
Sehr gut beschrieben Peziman! Da kann ich mich zu 100% anschließen. Nur hiermit
(27.12.2018, 07:20)Peziman schrieb: P.S. Wenn du einen Carpc willst mit Android, dann ist der Raspberry pi die schlechteste Wahl. Leider gibt es keine Android Distribution die auf den Pi läuft.
Hier musst du auf einen Ordroid zurückgreifen.
muss ich Einspruch einlegen. Wink Mit emteria.OS gibt es mittlerweile ein Android, das einfach auf dem Pi installierbar ist und auch recht stabil läuft. Allerdings ist es ziemlich lahm (eigener Test auf einem Pi 3B) und macht so nur bedingt Spaß. Aber es läuft!
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#4
Unter laufen fällt bei mir auch eine einigermaßen gute Performance.
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#5
ich kann mich nur Peziman anschließen.

einen Zusatzpunkt hätte ich noch Wartung: Bei Tablett und 2DIN geht es immer nur weiter wenn der Hersteller Lust hat. In der Opensource welt findet sich fast immer einer der Weiter macht. Wenn es mach mal auch dauert.
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#6
(28.12.2018, 09:43)Der kleine Punky schrieb: einen Zusatzpunkt hätte ich noch Wartung: Bei Tablett und 2DIN geht es immer nur weiter wenn der Hersteller Lust hat. In der Opensource welt findet sich fast immer einer der Weiter macht. Wenn es mach mal auch dauert.

Das sehe ich etwas differenzierter. Wenn man ein System hat das funktioniert und macht was es soll, wozu sollte man es dann noch updaten wollen/sollen? Wohlgemerkt, wir reden von einem Mediencenter im Auto. Also eine wenig sicherheitsrelevante Anwendung, die nicht zwingenderweise die neuesten Sicherheitsupdates braucht, wie man es vom heimischen PC gewohnt ist. Und wie es mit Updates bei Opensource aussieht erleben wir ja quasi hautnah mit unserem Projekt. Da heißt es "bloß nicht updaten (Raspbian, Kodi), sonst funktioniert überhaupt nichts mehr!".
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#7
Hallo Jack du hast recht:

wenn ich nach dem Installieren es ins Auto baue und nie wieder ans Netz hänge aber schon alleine das Streamen aus dem Netz egal ob von WLAN oder sonst wie könnte gefährlich sein. Und du sagt selbst wenn es Funktioniert. Sprich ich bin auf die Funktionsstand eingefroren. Das kann man hier auch lesen.

Weiter entwickeln der Software von Andrei: ich habe keine Diffs bis jetzt gefunden immer nur das gesamt Paket also weiß ich nicht was und wo etwas geändert wurde. Auch ist mir kein Repos bekannt in dem der Source liegt. Deshalb ist schon schwer das Projekt weiter zu führen. Open source ist für mich schon was anderes als das.

Was ich aber auch gerne zu geben will ist das ich Nachdem ich Navit gesehen habe keine Lust mehr auf das Paket hatte (Ich mag es Optisch gar nicht). Deshalb habe ich irgend wann das suchen nach dem Repos auf geben und mein Eigene Software angefangen. Und ja ich habe den Aufwand Unterschätzt werde aber weiter machen frei nach dem Prinzip "warum muss man auf einen Berg steigen ? Weil er da ist". Klar ist aber leider auch das man Alleine nie so eine Performens hin legen kann wie die vielen Programmierer die sich alleine um Kodi kümmern.
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#8
Was sollte gefährlich sein, wenn der Pi im Netz ist? In der Regel hat man nichts sicherheitskritisches auf dem Pi. Sollte sich jemand die Mühe machen, sich auf den Pi (im fahrenden Fahrzeug!?) zu hacken, könnte er maximal das System (zer-)stören oder ein paar Mediendateien abgreifen. Das lohnt doch die Mühe nicht und demzufolge darf man sich mit seinem Pi relativ sicher fühlen. Auch mit nicht ganz aktuellem System. Oder andersrum: nehmen wir an du hast ein Autoradio mit Bluetooth. Machst du dir Gedanken über dessen Sicherheit? Erwartest du dafür regelmäßige Sicherheitsupdates?

Betreffs Opensource: Andrei's CarPC war nie Opensource! Deswegen gibt es den Sourcecode auch nirgends. Der CarPC ist aus aktueller Sicht so wie er ist. Ob man damit zufrieden ist oder nicht unterliegt natürlich der individuellen subjektiven Beurteilung.

In punkto Navit stimme ich dir voll zu. Ich mag's auch nicht! Smile
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#9
Hallo Jack,

wir sollten den Thread nicht Kapern aber eines möchte ich noch antworten. Nicht alleine das zerstören ist ein denkbares Ziel sondern auch das erlangen von Daten. Und dein Radio weiß viel über dich zum Beispiel auch wo du bist. Oder wenn du Verbindung mit dem Auto hast (zum Beispiel ODB) könnte man das Auto öffnen. Ein Bus ist ein Datenbus und man kommt Überall hin. Und Sorry meine Bewegungsprofil geht keinen was an und auch nicht welche Musik ich wann gehört habe (GMA).

Und ja ich würde von einem Radio regelmäßige Sicherheitsupdates erwarten und deshalb habe ich keines. Was meinst du warum es so viele Kostenlose Android Software gibt alles Leute die für nichts Monate lag programmieren ? Ja es gibt sie nur es sind viel weniger als man denkt.
Mag sein das ich das alles zu schwarz sehe aber zusammen mit Künstlicher Intelligenz wird man in der Lage sein die Daten zu analysieren und dann bekommst du keine Autoversicherung mehr oder sie ist Teurer weil du gerne mal ein bisschen schneller unterwegs bist.

Es hat schon einen Grund warum bald jeder Akkuschrauber eine Simkarte hat.

Ich weiß bin ziemlich alleine mit meiner Meinung und hoffe das ich das alles viel zu schwarz sehe aber es muss ja auch so Leute geben.
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#10
Ich bin nicht der Meinung dass wir den Thread kapern. Diese Diskussion passt ganz gut zum Threadthema, da die Sicherheit immer auch ein Aspekt bei der Auswahl von Hardware sein sollte.

Inhaltlich bin ich ebenfalls nicht ganz bei dir. Man sollte beim Theoretisieren auch immer eine Portion Pragmatismus mitschwingen lassen.

1. Bewegungsdaten: der CarPC zeichnet deine Bewegungen nicht auf. Vielleicht könnte man deinen aktuellen Ort auslesen. Aber wie sollte jemand auf deinen Pi kommen? Nehmen wir an, du verwendest einen WLAN-Hotspot am Handy und verbindest den Pi damit. Der Eindringling müsste sich in unmittelbarer Nähe (WLAN-Reichweite) befinden, würde deinen Standort also sowieso schon kennen. Und dann müsste er sich auch noch konstant im Reichweitenbereich deines WLANs befinden, dich bei der Fahrt also gezielt verfolgen. Wer bitte sollte sich das antun? Wofür?
2. Sonstige Daten: Es liegt in deiner Verantwortung, dass auf einem Mediencenter im Auto keine persönlichen Daten (Bank, Kreditkarten, etc.) liegen.
3. OBD: Muss man erstens nicht verwenden und zweitens bist du selber dafür verantwortlich, ob du im Anwendungsfall Daten nur aus dem Bus ausliest oder irgendetwas einprogrammierst, mit dem du Einfluss auf die Steuersoftware des Autos nehmen könntest. Standardmäßig geht das nämlich nicht!

Nicht falsch verstehen, ich mache mir durchaus viele Gedanken über meine Sicherheit und die Sicherheit meiner Daten. Aber gerade weil ich mir Gedanken mache bin ich weit weg von einer Paranoia. Meine Maßnahmen für mehr Sicherheit im digitalen Leben: strikte Vermeidung von Google-Diensten, kein Facebook, kein WhatsApp, kein Dropbox, dafür eine eigene verschlüsselte Cloud (Nextcloud mit Boxcryptor) und Nutzung von VPN. Und natürlich starke Passwörter überall.

Und ich hoffe, dass du beim Programmieren deiner eigenen Lösung auch immer ein Auge auf die aktuellen Sicherheitslecks der verwendeten Module, Bibliotheken etc. hast. Und auch immer schön Updates dafür einspielst/erstellst.
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